Wilhelm Loth
Signal anthropomorph, 1960
Bronze Skulptur 200 × 73 × 27 cm
14.000 €
inkl. MwSt. · zzgl. Lieferung per Spedition nach Angebot
Mit „Signal anthropomorph“ schuf Wilhelm Loth 1960 eine Skulptur, die beispielhaft für seine Auseinandersetzung mit der menschlichen Figur steht. Im Mittelpunkt steht der weibliche Torso, den Loth auf wenige organische und geometrische Formen reduziert. Dadurch entsteht eine spannende Verbindung von Figuration und Abstraktion. Der Körper wird nicht naturgetreu dargestellt, sondern zum symbolischen Zeichen – einem „anthropomorphen Signal“. Diese damals ungewohnte Formensprache spiegelte den Aufbruch der Nachkriegskunst wider, in der die Abstraktion als Ausdruck künstlerischer Freiheit verstanden wurde. Besonders im Außenraum entfaltet die Skulptur ihre Wirkung: Die kantigen Formen treten in einen spannenden Dialog mit der umgebenden Natur und unterstreichen Loths Interesse am Zusammenspiel von Mensch, Form und Raum.
Über den Künstler Wilhelm Loth
Der weibliche Körper steht im Zentrum des Werks von Wilhelm Loth (1920–1993). Der aus Darmstadt stammende Bildhauer orientierte sich früh an Wilhelm Lehmbruck und Ernst Barlach und wurde von Käthe Kollwitz bestärkt, sich ganz der Skulptur zu widmen; später besuchte er die Bildhauerklasse von Toni Stadler an der Städelschule in Frankfurt. Ab Mitte der 1960er Jahre stellte Loth seinen Figuren und Torsi zunehmend stereometrische Formen – häufig Würfel – gegenüber und schuf so ein spannungsvolles Gegenüber von Weichem und Hartem. Sein metallplastisches Werk wird der Neuen Figuration zugerechnet. Von 1958 bis 1986 lehrte er als Professor für Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe; 1964 war er auf der documenta III vertreten. Seit 1995 trägt der Kunstpreis der Stadt Darmstadt seinen Namen.

Kuratierte Werke
Weitere Werke aus dem Umfeld dieses Künstlers und Bildtyps.



